Zertifizierte Ausbildung zur/zum Partnerschule®-TrainerIn
Leitung: Dr. phil. Rudolf Sanders
Der Wunsch, dass Ehe und Familie gelingen mögen, liegt in allen Umfrageergebnissen zur Lebenszufriedenheit an oberster Stelle.
Die „Partnerschule“ - entwickelt seit 1990 unter den Alltagsbedingungen einer Beratungsstelle - ist ein empirisch nachgewiesenes effektives und effizientes Verfahren, Paaren Wege aufzuzeigen, diesen Wunsch in die Wirklichkeit umzusetzen (Kröger C. & Sanders R. 2002, 2005).
An vier Wochenenden soll den TeilnehmerInnen durch "learning by doing" und durch Vermittlung der diesem Verfahren zu Grunde liegenden empirisch fundierten Konzepte so viel an Handwerkszeug zur Verfügung gestellt werden, dass sie nach dem Seminar in der Lage sind, dieses Konzept in ihre eigene Praxis umzusetzen.
Nach Abschuss der Fortbildung sind die TeilnehmerInnen dann sowohl in der Lage Paare in besonderen Lebenssituationen zu beraten als auch mit Paargruppen zum Thema Partnerschaft vielfältig zu arbeiten.
Nach dem Seminar besteht die Möglichkeit, durch regionale Peer Groups bzw. Telefonkontakte mit dem Referenten die Umsetzung in die Praxis zu begleiten.
Entwickelt unter den normalen Alltagsbedingungen einer Ehe- und Familienberatungsstelle ist es angesiedelt zwischen Partnerschaftsberatung und Familienbildung. Veränderungen im Miteinander konnten insbesondere bezogen auf die „Globale Zufriedenheit in der Partnerschaft“, auf die „Reduzierung der Anzahl von Konflikten“, der „Fähigkeit, Konflikte zu bewältigen“ und einer bedeutenden „Abnahme von Depressivität“ und „psychosomatischen Beschwerden“ empirisch nachgewiesen werden (Kröger & Sanders 2005).
Angeboten wird das Erlernen eines Konzeptes, dass in nunmehr über 110 Gruppen im Rahmen einer Ehe-, Familienberatungsstelle erprobt und durchgeführt wurde (Sanders 2000, 2006). In das methodische Kurskonzept fließen sowohl analytisch klärungsorientierte als auch lösungsorientiert verhaltenstherapeutische Zugehensweisen ein. Mittlerweile wird die Partnerschule von KollegInnen, die die Ausbildung absoviert haben, sowohl in privater Praxis als auch im institutionellen Rahmen eine Beratungsstelle angeboten.
Aufbau der Ausbildung
Die Fortbildung umfasst 80 Std. diese gliedert sich z.B. in vier Blöcke jeweils von Freitag (15:00 Uhr) bis Sonntag (15:00 Uhr) oder verteilt sich auf Tagesveranstaltungen oder findet kompakt wochenweise statt. Sie wird von unterschiedlichen Trägern angeboten, z.B. von der Kolpingbildungsstätte in Coesfeld, der Kath. Bundesarbeitsgemeinschaft für Beratung Bonn oder Privaten Instituten.
1. Seminar Einheit
Paardiagnostik
In selbsterfahrungsorientiertem Zugang werden Aspekte wie Ich als Persönlichkeit, Ich in meiner Ehe, wir als Paar transparent gemacht. (Hier liegt der Fokus auf der Analyse der vorhandenen Potenzen und den Aspekten, die es im Miteinander schwierig machen.) Mit Hilfe einer hypnoiden Trance und dem Erstellen einer Tonskulptur findet in der anschließenden Aufarbeitung in Form der Einzelarbeit in der Gruppe eine Selbstdiagnostik der Probleme insbesondere aber auch der Ressourcen des Paares statt.
Ferner wird das Interview zur Beziehungsgeschichte (PIB, Sassmann 2000) und die computergestützte beratungsbegleitende Forschung BF - die darüber hinaus zur Evaluation der Beratung genutzt wird – vorgestellt.
An diesem, wie an jedem folgenden Ausbildungsabschnitt findet in einem 2. Schritt ein Transfer für die Arbeit mit Klienten in Gruppen statt, in einem 3. Schritt wird anhand des Erfahrenen und der zuvor zur Verfügung gestellten Textunterlagen Theorie vermittelt, bzw. selbst erarbeitet.
2. Seminar Einheit
Früh gelernte Beziehungsmuster als mögliche Auslöser für Interaktionsstörungen
Zugang zu den impliziten Beziehungsregeln, d.h. Aufspüren der unbewussten frühen gelernten Regeln für das Gestalten einer nahen Beziehung. Einsatz der Medien: Farben und Formen - Erstellen eines „Beziehungspanoramas“, psychodramatisches Rollenspiel, Trance.
3. Seminar Einheit
Sexualberatung – das kleine Genusstraining
Kennen lernen von 3 Übungssequenzen (Zugehensweisen):
1: Der Körper als Ausgangspunkt der Lebendigkeit (Selbstakzeptanzerhöhung) eines wohlwollenden Blicks auf die eigene Leiblichkeit und den eigenen Körper als Ausgangspunkt sexueller Begegnung)
2: Das Gespräch über Sexualität (Enttabuisierung), (Erstellen einer Collage: Sexueller Phantasien).
3: Integration des gegengeschlechtlichen Anteils (Mit Hilfe einer hypnoiden Trance und dem Erstellen einer Tonfigur um einen Zugang zum je eigenen gegengeschlechtlichen Anteil finden)
Eine weiterführende Fortbildung zur Sexualberatung von Paaren bietet der Kollege Winfried Fuchs an. Informationen hierzu erhalten Sie auf seiner Website: partnerschule-west.de
4. Seminar Einheit
Selbstwerterhöhende Erfahrungen als Voraussetzung gelingender Partnerschaft
Training förderlichen Gesprächsverhaltens
Das Wissen um den eigenen Selbstwert und die Fähigkeit, selbstwerterhöhende Erfahrungen zu machen, ist ein wichtiges Fundament jeder Beziehung. Der letzte Teil der Fortbildung widmet sich diesem Thema und zeigt auf, wie konkret dieser wichtige Aspekt einer Partnerschaft im Rahmen der Partnerschule zum einen durch konkrete Erfahrungen und zum anderen durch das Training gezielten kommunikativen Verhaltens (EPL - ein partnerschaftliches Lernprogramm ) zum Tragen kommt.
Inhalte der Ausbildung
- Einzelfallorientierte Beratung in und mit Gruppen
- Zielorientierte Bewegungsarbeit, Körperübungen
- Vermittlung von Beziehungskompetenzen
- Leitbilder von Ehe und Partnerschaft
- Rolle und Aufgabe der Gruppenleitung
- Ressourcenaktivierung
- Problemaktualisierung
- Verbindung klärungsorientierter und bewältigungsorientierter Beratungsansätze
- Bildung von Netzwerken - Einübung von Solidarität
- Ermöglichung, als Klient sich beziehungskompetent zu erfahren
- Das Wissen um die Gestaltung der eigenen Ehe/Partnerschaft als Ausgangspunkte therapeutischer Interventionen
- Zusammenarbeit mit Einrichtungen der Erwachsenenbildung
- Die Bedeutung und Durchführung einer hypnoiden Trance
- Einsatz von Arbeitspapieren
- Grundsätze einer teilnehmerorientierten Erwachsenenbildung
- Rolle und Aufgabe der BeraterIn – Grundlagen der Zusammenarbeit als Therapeuten Paar
- Einsatz kreativer Medien zur Aktivierung von Klärungsprozessen
- Methoden zur Stärkung der Gruppenkohäsion
Nach dem Seminar besteht die Möglichkeit, durch regionale Peergroups bzw. Telefonkontakte mit dem Referenten die Umsetzung in die Praxis zu begleiten.
Erfahrungen von Teilnehmern der bisherigen Ausbildungskurse (ab 2005).
Zielgruppe der Ausbildung:
Voraussetzung einer Teilnahme ist es, dass Sie (ggf. zukünftig) die Gelegenheit haben, mit Paaren in und mit Gruppen zu arbeiten. Die Ausbildung ist selbsterfahrungsorientiert, sie ersetzt keine eigene Paartherapie.
Leitung (wenn nicht anders angeben)
Dr. phil. Rudolf Sanders
Dipl.-Pädagoge
Leiter der Kath. Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle Hagen – Iserlohn
Lehr- und Forschungstätigkeit im Bereich Eheberatung und Paartherapie
Begründer des Verfahrens Partnerschule
Herausgeber der Fachzeitschrift Beratung Aktuell, Zeitschrift für Theorie und Praxis der Beratung, Junfermann Verlag Paderborn
Triple P Eltern-Trainer
Bei Interesse können Sie sich gerne per E-Mail mit mir in Verbindung setzen und gegebenenfalls einen Telefontermin zur Abklärung vereinbaren.
Co-Leitung
findenn Sie bei der jeweiligen Ausschreibung
Veranstaltungsort
unterschiedlich, liegt in der Verantwortung des jeweiligen Trägers
Anmeldung
über den jeweiligen Träger oder direkt bei Dr. R. Sanders, Beratungsstelle, Hohle Str. 19a, D -58091 Hagen
Ihrer schriftlichen Anmeldung fügen Sie bitte eine Information über Ihre derzeitige Tätigkeit, Ihren Beruf, die Zusatzausbildungen und Ihr Alter bei. Nach Prüfung ihrer Unterlagen erhalten sie eine verbindliche Zusage zur Teilnahme. Die Teilnehmerzahl ist auf 16 beschränkt.
Nächste Fortbildungen
PS- Fortbildung 12 (ausgebucht)
Partnerschule - Burgenland A 7071 Rust (Neusiedlersee)
1. Kursabschnitt
Termin: 06.06. (15 Uhr) – 10.06.2012 (13 Uhr)
2. Kursabschnitt
Termin: 15.08. (15 Uhr) – 19.08. 2012 (13 Uhr)
Leitung: Dr. Rudolf Sanders & Renate Lissy-Honnegger
Anmeldung und weitere Einzelheiten:
Seminarkosten:
Die Kosten für die gesamte Weiterbildung pro TeilnehmerIn betragen € 1.000,00 (von der USt. befreit, d.h.es wird keine MWSt. verrechnet)..
Anmeldung:
Schriftlich an Partnerschule Burgenland, c/o Karola Beilschmidt, Weinberggasse 1, A-7071 Rust, oder partnerschule-burgenland@gmx.at Tel: 0680 4020 270
Bei Anmeldung bis zum 31.01.2012 reduziert sich der Beitarg auf 900 €. Bei Übernachtungssuche sind wir gerne behilflich.
PS- Fortbildung 13
Kolping-Bildungsstätte Coesfeld GmbH. Gerlever Weg 1. 48653 Coesfeld.
1. Kursabschnitt
Termin: 5.11. (10 Uhr) – 9.11.2012 (16 Uhr)
2. Kursabschnitt
Termin: Frühjahr 2013
Leitung: Heike Hofmann, Heiner Hülsken,
630,00 EURO pro Person je Kurswoche (Preis liegt noch nicht endgültig fest!)
(In der Teilnehmergebühr sind die Kosten für Übernachtung und Verpflegung enthalten.)
Für TeilnehmerInnen aus NRW besteht i.d.R. die Möglichkeit der Förderung bis zu 500 € durch den Bildungsscheck.
Anmeldung direkt an: Kolping-Bildungsstätte Coesfeld GmbH. Gerlever Weg 1. 48653 Coesfeld.
Abschluss:
Die AbsolventInnen der Weiterbildung erhalten eine Teilnahmebestätigung. Darüber hinaus besteht für
LebensberaterInnen die Möglichkeit, diese Weiterbildung mit einem Zertifikat abzuschließen und damit auf
die Liste der zertifizierten Paar- und SexualberaterInnen in der Steirischen Gesellschaft für Lebens- und Sozialberatung
(SteiGLS) zu kommen. Dafür ist zusätzlich zu den Seminaren eine schriftliche Abschlussarbeit
und eine mündliche Abschlussprüfung erforderlich.
Das Buch zur Partnerschule
Rudolf Sanders: Beziehungsprobleme verstehen – Partnerschaft lernen
Broschiert: 281 Seiten
Format: 24 x 17 x 1,8 cm
Verlag: Junfermann; Auflage: 1 (Juni 2006)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3873876353
ISBN-13: 978-3873876354
Preis: € 22,-
Hier können Sie das Buch direkt bei Amazon online bestellen:
Hintergrundliteratur
Bamberger G. (1999). Lösungsorientierte Beratung, Beltz, Psychologie Verlags Union: Weinheim.
Engl, J. & Thurmaier F., Wie redest Du mit mir?,(1992). Fehler und Möglichkeiten in der Paarkommunikation, Freiburg: Herder.
Fiedler P. (1996). Verhaltenstherapie in und mit Gruppen, Weinheim: Psychologie Verlags Union.
Grawe,K. (1998). Psychologische Therapie. Göttingen: Hogrefe.
Grawe,K. (2004). Neuropsychotherapie . Göttingen: Hogrefe.
Kröger C. & Sanders R. (2002): Klärung und Bewältigung von Partnerschaftsstörungen in und mit Gruppen. Effektivität und Effizienz des paartherapeutischen Verfahrens Partnerschule. In: Beratung Aktuell, 4, 176-195.
Kröger C. & Sanders R. (2005): Paarberatung in und mit Gruppen - eine wirksame Intervention? In: Zeitschrift für klinische Psychologie und Psychotherapie. 1, 47 – 53.
Lazarus, A., (1989). Fallstricke der Liebe, Vierundzwanzig Irrtümer über das Leben zu zweit, Stuttgart: Klett-Cotta.
Sanders R. (1998). Zwei sind ihres Glückes Schmied, Ein Selbsthilfebuch für Paare, Paderborn: Junfermann.
Sanders R. (2000). Partnerschule... damit Beziehungen gelingen, Erprobte Wege in Eheberatung und Paartherapie, Grundlagen – Handlungsmodelle - Bausteine, Paderborn: Junfermann.( vergriffen)
Sanders R. (2006): Beziehungsprobleme verstehen – Partnerschaft lernen. Partnerschule als Kompetenztraining in Ehe- und Familienberatung. Junfermann Verlag, Paderborn
Saßmann H. (2000): Diagnostik in der Paarberatung durch ein Interview zur Beziehungsgeschichte (PIB). In Beratung Aktuell , Junfermann Verlag Paderborn, 3-2000, 155-172.
Stavemann, Harlich. (1999). Emotionale Turbulenzen, Kognitive Verhaltenstherapie von Angst, Aggression, Depressionen und Verzweiflung, Beltz, Psychologie Verlags Union: Weinheim.
Zilbergeld, B., (1994). Die neue Sexualität der Männer, DGVT - Verlag: Tübingen.
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